Potentialorientierte Psychotherapie

Die potentialorientierte Psychotherapie orientiert sich an einer ganzheitlichen Sichtweise, die den Menschen als eine Einheit von Körper, Geist und Seele betrachtet.

Sie gehört zur tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie,  die als dritte Kraft in den ehemals vorherrschenden Richtungen zwischen Psychoanalyse und Verhaltenstherapie an zu siedeln ist. Sie steht in der Tradition der Humanistischen Psychologie. Sie wendet sich gegen reduktionistische und deterministische Sichtweisen und stellt die Komplexität des Menschseins in den Mittelpunkt der Beachtung.

Ziel der potientialorientierten Psychotherapie ist nicht die Reduktion von Symptomen zugunsten einer Ich-Funktionalität. Vielmehr unterstützt sie die Selbstentfaltung des Menschen, zu seiner wahren Natur zu finden. Sie würdigt die in jedem Menschen innewohnenden Ressourcen.

Dabei sieht sie den Menschen in seiner ganzen Eigenart und Einzigartigkeit und fördert die Wahrnehmung, Achtung und den Ausdruck von menschlichen Bedürfnissen und Fähigkeiten. Sie unterstützt bei der Lösung von Blockaden und Fixierungen, die der Mensch aufgrund von frühkindliche Konditionierungen und Traumatisierungen entwickelt hat.

Dabei ist wichtigster Wirkfaktor eine von einer empathischen Grundhaltung getragene therapeutische Beziehung auf Augenhöhe mit der KlientIn, in der diese die Expertenrolle ihrer eigenen Geschichte einnimmt.